BA Ausg. Fragestellungen von Mediengeschichte, -recht & -politik (mit Anwesenheitspflicht) KF/BF
Dozent:innen: Dr. Johannes Beckert; Selina Alexandra Beckmann; Isabella De Sousa Goncalves; apl. Prof. Dr. Nicolaus Jackob M.A.; Rebekka Kreling; Jun.-Prof. Dr. Elena Link; Dr. Anna Schnauber-Stockmann; Baruch ShomronKurzname: SE Ausg. Fragen
Kurs-Nr.: 02.303.16_160
Kurstyp: Seminar
Voraussetzungen / Organisatorisches
Die Kurse A (Gonçalves) und B (Shomron) finden auf Englisch statt. Die sprachliche Souveränität fließt in diesem Kurs nicht in die Bewertung ein, normale Englischkenntnisse befähigen Sie zur Teilnahme.//The courses A (Gonçalves) and B (Shomron) are conducted in English. Language proficiency does not factor into the grading; basic English skills are sufficient for participation.
Kurs F (Link): Für den interdisziplinären Austausch sind Sondertermine geplant, die den eigentlichen Seminartermin ersetzen. Diese sind bereits in der Kursbeschreibung vermerkt.
Kurs G (Beckmann) ist ein Blockseminar. Bitte beachten Sie die hinterlegten Kurstermine.
Anwesenheitspflicht
In diesem Seminar besteht Anwesenheitspflicht. Das bedeutet, dass Sie im Kurs Ihre Anwesenheit per Unterschrift auf der Anwesenheitsliste dokumentieren müssen. Sie dürfen in diesen Kursen an maximal zwei Terminen pro Semester fehlen.Inhalt
Kurs B (Shomron): Transforming into a Digital Society*This seminar aims to explore how the ever-increasing adoption of new digital technologies is altering the human experience. During the seminar, we will reflect on issues like surveillance, remote services, the digital divide, privacy, artificial intelligence, the quantified self, and information overload to better understand the digitization of society. The seminar will also discuss central theoretical approaches such as technological determinism and social constructivism. While the course reading will include theoretical and empirical scientific literature, the consumption of news, movies, television shows, books, podcasts, and social media influencers is highly encouraged during the semester.
*Please note that this seminar will be taught in English.
Kurs C und D (Schnauber-Stockmann): Digitalisierter Medienwandel
Welche Medien(angebote) wir nutzen, hängt nicht nur von unseren individuellen Motiven und Bedürfnissen ab, sondern ist „gerahmt“ von vorhandenen Strukturen. Welche Strukturen bestimmen (mit), welche Angebote auf welche Art und Weise genutzt werden können? Und wie entstehen und wandeln sich diese Strukturen? In vielen Bereichen hat die zunehmende Verbreitung von digitalen und vor allem mobilen Medien in der jüngeren Vergangenheit hier zu großen Umwälzungen geführt. Dies betrifft ganz verschiedene Aspekte, z.B. neue Möglichkeiten der Partizipation und Mobilisierung auf gesellschaftlicher Ebene wie wir sie z.B. im Zusammenhang mit dem Arabischen Frühling oder der #metoo-Debatte gesehen haben, Veränderungen in journalistischen Arbeitsweisen, etwa durch die Anpassung an soziale Medien als Distributionskanäle, rechtliche Rahmenbedingungen für Medienanbieter und Machtstrukturen zwischen Medienanbietern und Intermediären wie Facebook und Google. Im Seminar wollen wir uns den Folgen der Digitalisierung – mit besonderem Fokus auf mobilen Medien – auf der strukturellen Ebene aus sozialer, journalistischer, ökonomischer und medienpolitischer Perspektive nähern.
Kurs E (Jackob): Revolutionen der Medien- und Kommunikationsgeschichte
Der Kurs im Wintersemester ist als Werkstattseminar gestaltet, in dem 8-10 Arbeitsgruppen mit jeweils 2-4 Studierenden gemeinsam über das Semester hinweg eine bestimmte Phase der Medien- und Kommunikationsgeschichte recherchieren, aufarbeiten und präsentieren, in der entscheidende historische Umbrüche stattgefunden haben. Dazu zählen beispielsweise die demokratischen Kommunikationsinnovationen der Antike, die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern und die technischen Erfindungen der elektischen Kommunikation ab dem 19ten Jahrhundert. In den ersten Wochen arbeiten die Studierendengruppen gemeinsam im Plenum während der Seminarsitzungen an ihrem Thema, welches sie dann sukzessive im Semesterverlauf in Referaten präsentieren. Ziel ist die Erarbeitung eines vertieften Verständnisses für die politischen, technischen, kulturellen und sozialen Rahmenbedingungen und Auswirkungen der Kommunikations- und Mediengeschichte.
Kurs F (Link): Escape the Fake – Klimawissen zwischen Fakt und Fiktion
Die Klimakrise ist nicht nur eine ökologische und gesellschaftliche Herausforderung, sondern zunehmend auch eine kommunikative. Desinformationen, verzerrte Darstellungen und emotional aufgeladene Narrative prägen öffentliche Debatten über den Klimawandel und erschweren eine wissenschaftsbasierte Auseinandersetzung mit globalen Herausforderungen. Es ist mittlerweile zu einer interdisziplinär-bedeutenden Frage geworden, wie Menschen befähigt werden können, Informationen kritisch zu reflektieren, unterschiedliche Perspektiven einzuordnen und wissenschaftliche Erkenntnisse von Desinformation zu unterscheiden.
Das Seminar greift diese Herausforderung auf und verbindet geographische Bildung, Klimakommunikation und Game-Based Learning in einem innovativen Lehr-Lern-Format. Ziel des Seminars ist die Entwicklung eines Escape Games zum Thema „Escape the Fake“ als Bestandteil des existierenden „Klimahauses“ der JGU. Wir erarbeiten in der ersten Phase des Seminars zuerst die theoretischen Grundlagen für die Konzeption (u.a. Rolle von Desinformationen, Medienkompetenz und Game-Based Learning). Im weiteren Verlauf arbeiten Sie in interdisziplinären Teams mit Studierenden der Sprachwissenschaft und Didaktik zusammen und entwickeln ein Escape Game, das wissenschaftliche Erkenntnisse zur Klimakrise mit spannenden Rätseln, immersiven Narrativen und interaktiven Aufgaben verbindet.
***Achtung: Anstelle des regulären Termins gibt es auch Sondertermine mit allen beteiligten Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Die Sondertermine sind: 4.11.2026, 16-18 Uhr, 10.12.2026, 16-18 Uhr, 13.01.2027, 16-18 Uhr, und 03.02.2027, 16-20 Uhr
Kurs G (Beckmann): Wissenschaftskommunikation: Vom "Elfenbeinturm" auf den "Marktplatz"?!
Wissenschaftskommunikation hat in den letzten Jahren nicht nur innerhalb der Kommunikationsforschung an Relevanz gewonnen. Globale Krisen wie der Klimawandel oder die Covid 19-Pandemie haben die Notwendigkeit von (guter) Wissenschaftskommunikation in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Im Seminar werfen wir zunächst einen Blick auf die Entwicklung der Wissenschaftskommunikation und betrachten dabei Meilensteine wie das Aufkommen der Wissenschafts-PR und die Digitalisierung. Parallel dazu widmen wir uns der Praxis der Wissenschaftskommunikation, indem wir aktuelle Beispiele evaluieren und Kommunikationskonzepte entwickeln.
Kurs I (Beckert): Ganz offensichtlich Werbung?
Der Kurs widmet sich der Kennzeichnung von Werbeinhalten in traditionellen und digitalen Medienumgebungen. Der Fokus liegt dabei einerseits auf klassischer Anzeigenwerbung, andererseits auf verschiedenen Typen hybrider Werbung wie Advertorials, Product Placements und Content Marketing, welche die Grenze zu unbezahlten Medieninhalten verschwimmen lassen.
In Arbeitsgruppen erarbeiten die Studierenden zunächst einen Überblick über die historische Entwicklung und rechtlichen Rahmenbedingungen der behandelten Formate, sowie über kommunikationswissenschaftliche Perspektiven und Fragestellungen, die mit den Formaten in Verbindung stehen. Anschließend werden in den Gruppen spezifische Fragestellungen vertieft und eine systematische Literaturanalyse vorbereitet, die Grundlage für die Hausarbeit bildet.
Kurs J (Kreling): Medienpaniken
Macht das Smartphone uns dumm und Social Media uns süchtig? Sowohl in der öffentlichen Debatte als auch in der Wissenschaft werden diese Debatten kontrovers geführt. Das ist kein neues Phänomen: Technologischer Fortschritt und das Aufkommen neuer Medien sind oftmals geprägt von gesellschaftlichen Diskursen um potenziell negative Medieneffekte. Im Seminar werden wir uns aus historischer Perspektive mit Medienpaniken wie z.B. der „Lesesucht“ beschäftigen und übergreifende Muster der Debatten sowie die Rollen von Gesellschaft, Politik, und Wissenschaft in der Verhandlung des Umgangs mit neuen Medien herausarbeiten. Anschließend beschäftigen wir uns mit aktuellen Debatten und Regulierungsversuchen zu Social Media und KI.